Eine Lehre fürs Leben auf Sansibar

Text: Daniel Göring, Fotos: Louis Pasquier

Von Interlaken nach Sansibar: Die beiden Hebammen Alina Rogenmoser und Yvonne Josi haben während sechs Wochen als Freiwillige in einem Spital auf der ostafrikanischen Inselgruppe ausgeholfen. Was mit einem Kulturschock begann, entwickelte sich zu einer Erfahrung fürs Leben.

Am Anfang war das Fernweh

Vor ihrer Reise mussten die beiden Hebammen schauen, dass jemand ihre Arbeit übernahm. Rasch hatte das Duo die Zusagen beisammen, um seine Stellenprozente am Spital Interlaken zu ersetzen. Ein deutliches Zeichen für den starken Zusammenhalt im Team.

Zuerst der Kulturschock…

Das Spital in Stone Town, dem ältesten Stadtteil von Sansibar.

Nicht nur die Frauen auf der Geburtenstation, auch das medizinische Personal war den zwei Schweizerinnen  unendlich dankbar für ihre Hilfe.

…dann die rasche Gewöhnung

Privatsphäre war gab es auf der Geburtsabteilung in Sansibar keine. Auch die Zeit, sich um sich um die werdenden Mütter zu kümmern, fehlte.

Alina Rogenmoser und Yvonne Josi war es als ausgebildete Hebammen ein Anliegen, dem medizinischen Personal beispielsweise zu zeigen, wie sie sanfter mit einer gebärenden Frau umgehen können».

«Die Leute geben alles»

An ihren Einsatz im Spital auf Sansibar hängten die beiden Frauen eine sechswöchige Reise durch Tansania und Südafrika an. Die Erlebnisse in Afrika hat das Duo zusammengeschweisst.

Zurück in Interlaken empfinden die beiden Hebammen ihr Abenteuer als Lehre fürs Leben. «Wir haben gelernt, manche Dinge gelassener zu nehmen. Nicht nur während der Arbeit, sondern grundsätzlich in unserem Alltag.»

Hebamme

Zu den Personen

Alina Rogenmoser und Yvonne Josi arbeiten seit beinahe drei Jahren als Hebammen im fmi-Spital Interlaken. Alina Rogenmoser ist 25-jährig und wohnt in Thun. In ihrer Freizeit reitet sie gerne und geniesst oft mit Freunden einen Latte Macchiato am See. Yvonne Josi ist 27 Jahre alt und in Krattigen zu Hause. Sie liebt die Natur und ist regelmässig draussen unterwegs. An ihren Einsatz im Spital auf Sansibar hängten die beiden Frauen eine sechswöchige Reise durch Tansania und Südafrika – inklusive Safari – an. Die Erlebnisse in Afrika hat das Duo zusammengeschweisst. «Wir unternehmen nun viel mehr zusammen», betont Yvonne und legt ihrer Kollegin freundschaftlich den Arm um die Schulter.

Kommentare

  • Julia Zgraggen Montag, 19. Juni 2023 um 21:11
    Zwei tolle Frauen! Ich habe sie während der Safari in Tansania kennen gelernt. Die Schilderungen ihrer Freiwilligenarbeit im Spital von Stone Town haben mich sehr beeindruckt.
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