Damit niemand im Spital ohne Bett dasteht

Text: Daniel Göring, Foto: Tino Kistler

Sie ist dafür zuständig, dass Patientinnen und Patienten im Spital im richtigen Zimmer auf der richtigen Station untergebracht sind: die Bettendisposition. Was es dafür alles braucht, zeigt ein Besuch bei Anita Gasser im Spital Interlaken. Sie vergleicht ihre Arbeit schalkhaft mit dem Tetris-Spiel.

 

Es ist Mittwoch, kurz nach acht Uhr. Anita Gasser steht an ihrem Pult im zweiten Stock im Spital Interlaken. Ihr Arbeitstag hat soeben begonnen, sie öffnet ein Programm auf dem Computer. Mit geübten Blick erkennt sie in Sekundenschnelle: Heute wird es eng. Lediglich sieben leere Betten stehen ihr aktuell zur Verfügung, im Verlauf des Tages wird sie für Patientinnen und Patienten, die einer Operation oder sonstigen Behandlung wegen ins Spital eintreten, 18 Betten benötigen. Deshalb verschickt sie als erstes aus dem Computerprogramm eine Meldung an alle Stationen. Diese enthält den Hinweis, dass sie knapp an Betten ist und die Bitte, durch Austritte behandelter Personen freiwerdende Liegeplätze sofort zu melden.

Aufenthalt koordinieren

Anita Gasser und ihre sieben Kolleginnen koordinieren für die Patientinnen und Patienten den Spitalaufenhalt.

Warten können

Viel Verantwortung: Damit Operationen plangemäss stattfinden können, muss alles perfekt koordiniert sein.

Narkosegespräch nicht vergessen

Wie Tetris spielen

Mit dem Kumpel das Zimmer teilen

Zur Person

Anita Gasser arbeitet seit 2022 in der Bettendisposition des Spitals Interlaken. Zuvor war sie als Pflegefachfrau angestellt. Die 35-Jährige wohnt mit ihrem vierjährigen Sohn in Unterseen und engagiert sich in der Ludothek «Jojo» in Interlaken. Unterwegs zu sein, ist ihr wichtig, sei es mit dem Velo oder auch zu Fuss. Ihre Freunde und Familie bezeichnet sie als Rückhalt und liebt es, mit ihnen Zeit zu verbringen. Anita Gasser ist zudem Handball-Fan und verfolgt regelmässig die Spiele sowohl von Wacker Thun als auch des Teams HG Bödeli.

Kommentare

  • Heidi Aellig Donnerstag, 26. Februar 2026 At 20:11
    Herzlichen Dank für den interessanten Bericht und ein grosses Dankeschön an die guten Geister der Bettendisposition, sowie an das gesamte fmi Personal für ihre wertvolle Arbeit.
    Heidi Aellig
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