Spitäler fmi AG und Spital STS AG wollen ihre Zusammenarbeit weiter stärken
Das Gesundheitswesen ist und bleibt gefordert. Mittel- bis langfristig müssen personelle und finanzielle Ressourcen noch konzentrierter eingesetzt und Kräfte gebündelt werden, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung bestmöglich sicherzustellen. Diesbezüglich gibt die Teilstrategie «Integrierte Versorgung» der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) des Kantons Bern mit dem 4+-Regionen-Modell die Stossrichtung vor. Die Spitäler sollen dabei in ihrer Versorgungsregion eine führende Rolle übernehmen. Das tun nun die Spitäler fmi AG und die Spital STS AG, indem sie in verschiedenen Netzwerken die Kooperation ausbauen. Das haben die beiden Verwaltungsräte der Berner Oberländer Spitalgruppen Ende letzten Jahres entschieden.
Kooperationen auf- und ausbauen
Bereits heute arbeiten die beiden Berner Oberländer Spitalgruppen, die Spitäler fmi AG und die Spital STS AG, in verschiedenen Bereichen erfolgreich zusammen: Die gemeinsam mit der Inselgruppe gegründete «Radio-Onkologie Berner Oberland» bietet seit 2009 die Strahlentherapie an. Auch den Verband «Gesundheitsberufe Praktische Ausbildung Berner Oberland» haben fmi und STS gemeinsam mit der Michel Gruppe AG und der Stiftung Solina ins Leben gerufen. Dies mit dem Ziel, die praktische Ausbildung in den nicht-universitären Gesundheitsberufen im Oberland zu fördern. Und dank der im November 2025 ausgeweiteten «Gefässchirurgie Berner Oberland» können Patientinnen und Patienten in einer hochspezialisierten Disziplin wohnortnaher beurteilt, behandelt und operiert werden. Neu ist ausserdem das «Palliative Care Netzwerk Berner Oberland» gestartet, welches die spezialisierte Betreuung schwerkranker Menschen stärkt.
Beide Verwaltungsräte erkennen Ausbaupotenzial
«Unser Ziel ist, weitere solcher Kooperationen auf- und auszubauen», sagt Dr. Karin Ritschard Ugi, Verwaltungsratspräsidentin der Spitäler fmi AG und CEO a.i. «Nur so können wir dem Fachkräftemangel und hohen finanziellen Druck erfolgreich begegnen.» Thomas Straubhaar, Verwaltungsratspräsident der Spital STS AG: «Gleichzeitig entsprechen wir damit auch der Gesundheitsstrategie des Kantons Bern. Die GSI gibt uns mit dem 4+-Regionen-Modell die Stossrichtung vor, diese gilt es umzusetzen.» Damit übernehmen im Berner Oberland die beiden Spitalgruppen eine führende Rolle innerhalb der Versorgungsregion. Die CEOs der beiden Oberländer Spitalgruppen, Dr. Karin Ritschard Ugi (Spitäler fmi AG) und David Roten (Spital STS AG) sind nun beauftragt, zusammen mit ihren Fachbereichs-Leitenden mögliche Kooperationsfelder zu prüfen. Erste Resultate sind voraussichtlich im Frühjahr 2026 zu erwarten. Die beiden Spitalgruppen werden gemeinsam über den Projektverlauf informieren.
Das 4+-Regionen-Modell
In der Teilstrategie «Integrierte Versorgung» sieht der Regierungsrat des Kantons Bern die kantonale Gesundheitsversorgung künftig in 4+-Regionen organisiert. In jeder Region sollen mehrere und unterschiedliche Netzwerke der Integrierten Versorgung die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherstellen. Eine führende Rolle innerhalb der Versorgungsregion sollen dabei die Spitäler übernehmen und die verschiedenen Netzwerke in ihrer jeweiligen Region koordinieren. Die ambulanten Leistungserbringer sollen gleichzeitig die Koordination des Patientenpfades sicherstellen. Das 4+-Regionen-Modell adressiert zahlreiche aktuelle Herausforderungen der bernischen Gesundheitsversorgung. Durch dessen Umsetzung können Versorgungssicherheit und -qualität gestärkt und langfristig gewährleistet werden. Der Regierungsrat hat bereits erste Umsetzungsschritte eingeleitet und fordert, der weiteren Realisierung hohe Priorität einzuräumen. In diesem Zusammenhang haben die Verwaltungsräte der Spitäler fmi AG und Spital STS AG für die Versorgungsregion Berner Oberland Ost und West entschieden, die Zusammenarbeit zu intensivieren.
