Eine Küche, die einem Restaurant in nichts nachsteht

Text: Daniel Göring, Foto: Tino Kistler

150 Mittagessen bereitet die Küche im Spital Frutigen jeden Tag zu – in zwölf verschiedenen Kostformen, vom normalen Menü bis zur pürierten Variante. Was alles an Arbeit hinter den Mahlzeiten steckt, zeigt ein Blick in Küche, Töpfe und Pfannen.

Auf dem Herd steht ein dampfender Topf aus Stahlblech. Peter Hari taucht ein Schöpfsieb hinein und zieht eine Ladung Rosenkohl aus dem kniehohen Gefäss. Er gibt das Gemüse in eine Rondeaupfanne, in der ein Mousse aus Butter, gehackten Schalotten, Knoblauch und Muskat köchelt. Insgesamt sieben Kilogramm des garen Rosenkohls füllt Peter Hari in die Pfanne, um ihn zwei bis drei Minuten brutzeln, oder wie es in der Fachsprache heisst, abschmecken zu lassen. Danach füllt Hari das lecker duftende Gemüse in zwei Wannen des Warmhaltewagens und deckt es zu. 

In der Küche des Spitals Frutigen werden täglich 150 Mittagessen zubereitet.

Von Vollkost bis laktosearm

Die Küche orientiert sich an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten, die sich vermehrt reichlich Gemüse wünschen.

Ein Entrecôte gab es nicht

Vielzahl von Zahnrädern

Timing und Teamwork in der Küche sind entscheidend dafür, dass drei Mal täglich zur richtigen Zeit die Mahlzeiten serviert werden können.

Zur Person

Peter Hari arbeitet seit 2018 in der Spitalküche Frutigen. Als stellvertretender Leiter Gastronomie ist er für die Einsatzplanung des Küchenpersonals und die Ausbildung der drei Lernenden zuständig. Der passionierte Koch schwingt nicht nur in der Spitalküche, sondern auch zu Hause Löffel und Kellen. «Ich probiere gerne neue Menüs aus und koche oft auf meinem Green-Egg-Grill.» Peter Hari ist verheiratet, Vater eines fünfjährigen Sohnes und wohnt mit seiner Familie in Adelboden. In der Freizeit ist der 46-Jährige oft mit dem Bike oder auf den Langlaufskis unterwegs. Ebenso wichtig ist ihm, Zeit mit Frau und Kind zu verbringen.

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