Kontakt

Spital Interlaken
Intensivpflegestation
Telefon +41 33 826 27 54
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Besuchszeiten:
Täglich von 10.00 - 20.00 Uhr

Behandlungsschwerpunkte

Respiratorische Insuffizienz/ARDS

Wir haben eine langjährige Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit einem respiratorischen Versagen (ARDS, Pneumonien und anderen Pneumopathien). Bei Langzeitbeatmung oder andauernder Beeinträchtigung der Atemwege wenden wir - alternativ zur konventionelle chirurgischen Methode - eine perkutane Dilatationstracheotomie an.

Kreislaufinsuffizienz

Bei uns werden Patienten mit drohendem oder vorhandenem Kreislaufversagen nach einem Herzinfarkt, einer Myokarditis oder im Rahmen anderen Grunderkrankungen behandelt. Dabei geht es um die Optimierung der medikamentösen Therapie unter kontinuierlichem hämodynamischem Monitoring. Wir haben die Möglichkeit zu folgendem invasivem Monitoring: arterielle Blutdruckmessung, zentraler Venenkatheter und die Puls contur cartiac Output (Picco) Methode. Die Behandlung wird mittels einem Hämodynamik-Protokoll gesteuert und angepasst. Zur akuten, erweiterten Therapie (Herzkatheter, Herz-Lungen-Maschine) verlegen wir unsere Patienten ins Inselspital nach Bern.

Schwere Infektionen/Sepsis/Multiorganversagen

Es gehört zu unserem Alltag, Patienten mit schweren Infektionen und drohendem Multiorganversagen in interdisziplinärer Zusammenarbeit rasch und zielgerichtet zu überwachen und zu behandeln.

Postoperative Patienten nach chirurgischen Eingriffen

Häufig befinden sich Patienten, die bereits schwere Zusatzerkrankungen haben (z.B. des Herzens, der Lunge), nach Operationen in einer kritischen Phase. Wir betreuen diese Patienten in dieser akuten Phase. Die Operationsgebiete der Viszeralchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie sind bei uns am häufigsten vertreten.

Schwere Intoxikationen/ Vergiftungen/ anaphylaktischer Schock

Wenn Patienten aus den verschiedensten Gründen eine Vergiftung oder einen anaphylaktischen Schock erleiden, kann diese tödlich sein. Zu unseren Aufgaben gehört es, diese angemessen zu behandeln, die Patienten während des Aufenthaltes auf der Intensivstation gezielt zu überwachen und ihnen die entsprechende Therapie zu bieten.

Metabolische Entgleisungen (Diabetisch, Elektrolyte, akutes Nierenversagen)

Nach einem klaren Konzept werden Patienten in einer metabolischen Entgleisung behandelt. Auf unserer Intensivstation befinden sich 2 Dialysezimmer. Zusammen mit dem Fachteam der Dialyse betreuen wir diese Patienten, wenn sie vorübergehend oder dauerhaft eine Behandlung brauchen.

Delir

Verschiedene Ursachen wie Infektionen, Operationen, Elektrolytstörungen, Alkohol- oder Medikamentenenzüge usw. können dazu beitragen,  dass ein Patient vorübergehend in einen deliranten Zustand gerät. Dieser Zustand kann lebensbedrohlich sein, weil der Patient eine Gefahr für sich selber und sein Umfeld darstellt. Unsere Aufgabe besteht darin, den Patienten in diesem Zustand vor sich selber zu schützen und ihn mit der angemessenen Therapie zu behandeln.

ANR (Accelerated Neuroregulation)

Durch ein spezialisiertes Team werden auf unserer Intensivstation während Behandlungsblöcken Patienten in Tiefschlaf versetzt. Während einer 4 - 6-stündigen Behandlung werden die Opiatrezeptoren der Patienten durch Medikamente blockiert mit dem Ziel, die Opiate auszuschleichen. Diese Patienten erhalten während der Behandlung eine intensive Intensivmedizinische Betreuung.

Mehr zu ANR

Blutungen

Aus verschiedenen Gründen kann ein Patient an einer lebensbedrohlichen Blutung leiden. Wir führen eine lückenlose Überwachung der Vitalparameter, der Klinik- sowie der Laborparameter durch. Mittels gezielter Bildgebung, Gastro- oder Colonoskopien eruieren wir die Ursache dieser Blutung und leiten die nötige Therapie ein.

CVI (Cerebrovaskuläerer Insult)

Der cerebrovaskuläre Insult wird in der Laiensprache als Schlaganfall bezeichnet. Dieser beinhaltet ein schlagartiges Auftreten einer Durchblutungsstörung im Gehirn. Wir arbeiten in diesen Fällen mit Neurologen und Neurochirurgen des Berner Inselspitals zusammen. Über ein Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem (PACS) stehen wir in engem Kontakt mit den dortigen Spezialisten. Konsiliarisch entscheiden diese, ob bei einem Patient im Rahmen seiner Erkrankung eine Verlegung ins Zentrumspital empfohlen wird oder ob der Patient bei uns im überwacht werden kann. Sobald eine Operation am Kopf indiziert ist, muss der Patient ins Universitätsspital überführt werden.

End of Life Care

Schwerstkranke Patienten mit irreversiblem Organversagen, die keine Aussicht mehr auf eine Erholung bzw. Heilung haben, werden in dieser schweren Zeit durch uns begleitet. Angehörige werden in Gesprächen in die Entscheidungen einbezogen und durch Fachärzte über die Ausschöpfung der Möglichkeiten der modernen Medizin informiert. Begleitet durch Fachärzte, Expertinnen und Experten der Intensivmedizin sowie der Seelsorge werden gezielte Gespräche geführt. Unser Ziel bleibt dabei, stets die Menschenwürde am Ende eines Lebens zu erhalten und die Beschwerdefreiheit zu gewährleisten.