Psychiatriestation

Fragen zur Psychiatriestation 2019/20?

Bei Fragen steht Ihnen
Herr Dr. med. Tim Niemeyer,
stv. Chefarzt Psychiatrie,
gern zur Verfügung:
tim.niemeyer(at)spitalfmi.ch

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Geleitwort Chefarzt

Endlich ist sie da – anfangs Juni 2019 wird die langersehnte Psychiatriestation am Spital Interlaken eröffnet.

Vieles konnten wir als Psychiatrische Dienste der Spitäler fmi AG entwickeln in den letzten zehn Jahren. Die Tagesklinik verdoppelte ihre Grösse und zog in ein grosszügigeres Gebäude in Unterseen um. Am Interlakener Ostbahnhof eröffneten wird das Café Lichtblick, ein sozialpsychiatrisches Zentrum für Menschen, die unter Isolation und Einsamkeit leiden oder alleine den Tag nicht strukturieren können. Im Frutigland eröffneten wir ein Ambulatorium und erreichten so erstmals Menschen, die seit 30 Jahren unter chronischen Depressionen litten, sich aber erst Hilfe holen konnten, als wir in ihr Spital kamen. Und schliesslich haben sich die ambulanten Dienste am Standort Interlaken vervierfacht in Angebot und Grösse. Alterspsychiatrische und neuropsychologische Angebote kamen dazu, eine zentrale Triage, Angehörigenangebote, Arbeitscasemanagement und aufsuchende Angebote, um nur ein paar zu nennen.

Wir sind jung, beweglich und innovativ. Als kleine „Provinzpsychiatrie“ haben wir den Vorteil, Ideen, die in Australien oder Lappland funktionieren, einfach ausprobieren zu können, sie vielleicht noch etwas zu „alpinisieren“. So waren wir mit unter den ersten und teilweise sogar die ersten, die Peers anstellten, mit einer Elternberaterin junge Familien begleiteten, eine ADHS- und Autismussprechstunde aufbauten, Ketamin zur Depressionsbehandlung einsetzten, mit Open Dialogue junge Menschen mit schweren Belastungen zu Hause in ihrem Netzwerk betreuten oder wie aktuell Ensa einführen werden, ein Angebot für Laien, die mehr über erste Hilfe für Menschen mit psychischen Schwierigkeiten lernen möchten.

Unser Ziel ist aber immer nur das Eine: Der Bevölkerung des Berner Oberlandes eine möglichst gute Versorgung anbieten zu können. Was uns zusammenhält, ist nicht der Wohnort - viele von uns pendeln aus Thun, Bern, dem Seeland oder gar Südengland - nein, was uns zusammenhält, ist eine Idee und eine Haltung, wie wir Menschen mit psychischen Belastungen unterstützen. Befähigend, auf Augenhöhe, interdisziplinär, vernetzt, Angehörige und Arbeitgeber miteinbeziehend, und unsere Dienstleistungen möglichst den Bedürfnissen der belasteten Person anpassend und nicht umgekehrt.

Ein Puzzlestück hat dabei bisher gefehlt: Eine eigene Station für niederschwellige, kürzere Hospitalisationen, die es Menschen in der Krise erlaubt, nah bei der Familie und doch entlastet oder geschützt zu sein. Auch hier möchten wir innovativ sein und uns überlegen, was Betroffene in der Krise wirklich brauchen. Vielleicht Unterstützung und Angebote, die am ersten Tag beginnen, auch wenn dies ein Samstag ist und die nicht automatisch mit dem Austritt enden, sondern dann, wenn sich die akute Situation stabilisiert hat.

Wir freuen uns deshalb auf Sie oder dich - als künftige Mitarbeitende unseres Teams. Willkommen!

Dr. med. Thomas Ihde-Scholl, Chefarzt Psychiatrische Dienste Spitäler fmi AG