Medizinvortrag «Kein Brustkrebs wie der andere»

Pro Jahr erkranken in der Schweiz etwa 6000 Frauen an Brustkrebs (Mammakarzinom). Damit ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen. Gewisse Risikofaktoren sind nicht beeinflussbar, so etwa das Alter (das Risiko steigt nach dem 50. Lebensjahr deutlich an) oder die erblichen Veranlagungen. Andere sind eng mit dem persönlichen Lebensstil verbunden (Übergewicht, Alkohol, Rauchen etc.).

Zur Früherkennung von Brustkrebs werden die Mammografie (Röntgenuntersuchung der Brust) und die Biopsie (Gewebeprobe) eingesetzt. Wird Brustkrebs früh entdeckt, ist die Behandlung oft einfacher und die Überlebenschancen im Allgemeinen höher.

Kein Brustkrebs ist wie der andere! Die Therapie wird deshalb individuell und massgeschneidert auf die betroffene Frau geplant. Sie ist abhängig von der Ausdehnung und Lage des Tumors, von den Eigenschaften des Tumorgewebes und davon, ob Lymphknoten befallen oder Metastasen vorhanden sind. Die Behandlungsmöglichkeiten von Brustkrebs sind vielfältig: So werden nebst der operativen Entfernung des Tumors Chemotherapien, Strahlentherapien, antihormonelle und zielgerichtete Therapien angewendet. Oft werden verschiedene Therapiearten miteinander kombiniert.

Im Referat vom Mittwoch, 28. August 2019 geben Dr. med. Matthias Streich, Facharzt FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe und Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe Spital Interlaken sowie Andrea Tschanz, Pflegefachfrau onkologisches Ambulatorium Spital Interlaken, Auskunft zu Risikofaktoren, Diagnoseverfahren und zu den unterschiedlichen Therapiearten von Brustkrebs.

Der öffentliche Medizinvortrag findet um 19.00 Uhr im Spital Interlaken in Unterseen, Haus T, Arena statt. Im Anschluss stehen die Vortragenden für weitere Auskünfte zur Verfügung.


Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Türöffnung ab 18.30 Uhr.