Bessere Qualität und mehr Patientenkomfort

Die Spitäler fmi AG hat ihren 17 Jahre alten 1.5-Tesla-Magnetresonanztomographen (MRT) am Spital Interlaken ersetzt. Gleichzeitig wurde das neue Gerät räumlich ins MRI-Gebäude der Radiologie verlegt, in dem auch der 3-Tesla-MRT steht. Das Ersatzgerät bietet technisch bessere Qualität und gleichzeitig mehr Patientenkomfort.

Die Magnetresonanztomografie (MRT oder MRI), auch Kernspintomografie genannt, arbeitet ohne klassische Röntgenstrahlung und setzt den Menschen daher keiner Strahlenbelastung aus. Mit Hilfe eines starken Magnetfelds und zusätzlichen Hochfrequenzschaltungen können Bilder von sehr hoher Qualität errechnet werden. Weichteile können besonders detailreich abgebildet werden. Speziell hilfreich ist dies, um Muskeln, Gelenke Rücken, Bandscheiben und das Gehirn mit dem zentralen Nervensystem darzustellen. Selbst das schlagende Herz kann gut untersucht werden. Durch die hohe Empfindlichkeit der Magnetresonanztomografie sind Veränderungen im Gehirn wesentlich früher und genauer sichtbar. Kleinste Entzündungsherde oder Schlaganfälle können bereits im allerfrühesten Stadium diagnostiziert werden.

Mehr Patientenkomfort
Die Spitäler fmi AG betreibt im Spital Interlaken zwei MRT: einen mit Magnetfeldstärke 3 Tesla sowie ein Gerät mit der Magnetfeldstärke von 1.5 Tesla. Letzteres wurde im Jahr 2001 in Betrieb genommen. Der Unterhalt des
17-jährigen Geräts war kaum mehr möglich, weil es unterdessen von neueren Modellen abgelöst wurde. Zudem ist die Technik in den vergangenen 17 Jahren rasant fortgeschritten: Einerseits resultieren heute kürzere Messzeiten bei besserer Bildqualität, andererseits  – und fast noch wichtiger – ist der Patientenkomfort deutlich besser. Der Durchmesser des Tunnels wurde von früher 50 Zentimeter auf heute 70 Zentimeter vergrössert, und die Untersuchungsröhre ist trotz vergrössertem Untersuchungsbereich deutlich kürzer als beim bisherigen Gerät. Dadurch können auch Patienten mit Platzängsten besser untersucht werden. Da das neue 1.5.-Tesla-Gerät ohne Helium auskommt, sind die Unterhaltskosten tiefer. Neueste Software ermöglicht zusätzliche Anwendungen, und es ist gewährleistet, dass stets die aktuellste Soft- und Hardware installiert ist.

Neuer Standort
Vor vier Jahren wurde auf der Westseite des Spitals Interlaken ein Anbau für zwei MR-Geräte realisiert. Seit dem Bezug dieses Anbaus wird hier der 3 Tesla-MRT betrieben. Wie geplant, wurde der neue 1.5 Tesla-MRT jetzt ebenfalls in das Gebäude integriert. Dadurch werden Synergien genutzt, die Arbeitsabläufe und die gegenseitige Unterstützung bei schwierigen Untersuchungen konnten optimiert werden. Da das bisherige Gerät am alten Standort weiterbetrieben wurde, konnte der Einbau des Ersatzgeräts im Radiologie-Anbau bei laufendem Betrieb realisiert werden. Die Koordination der Vorbereitungsarbeiten und der Neuinstallation musste jedoch aufgrund des engen Zeitfensters akribisch aufeinander abgestimmt werden. Dank der guten Vorbereitung konnte das neue Gerät noch dieses Jahr in Betrieb gehen.
Zu Beginn der Arbeiten wurde ein moderner Faradayscher Käfig aus Kupfer montiert, der jegliche Störeinflüsse von innen wie von aussen abschirmt. Sämtliche Leitungen in den MR-Raum, etwa für Strom oder medizinische
Gase, führen durch spezielle Filterplatten. Eingebaut wurden unter anderem auch neue Kühlwasser-Zuleitungen,  Klimaschränke und Befeuchtungsanlagen. Im Technikraum befinden sich modernste Rechner und spezielle technische Anlagen zur Erzeugung der Gradientenfelder. Der Innenraum wurde mit eigens dafür angefertigten Wand- bzw. Deckenbildern gestaltet. Dadurch entsteht ein Gefühl von Weite und Behaglichkeit.

Rund 1.5 Mio. Franken investiert
Sowohl das Gerät selbst als auch die vorgängige bauliche Einrichtung des Raums wurden nach GATT/WTO ausgeschrieben und von der Spitäler fmi AG finanziert. Die Investitionen belaufen sich auf rund eine Million Franken für das Ersatzgerät und auf rund 500‘000 Franken für die baulichen Anpassungen. Dabei konnte auch einheimisches Gewerbe berücksichtigt werden.

Die Spitäler fmi AG freut sich sehr, dass mit der Ersatzbeschaffung der Bevölkerung und den Gästen im Einzugsgebiet der Spitäler fmi AG wieder zwei hochwertige diagnostische Untersuchungsgeräte der neusten Generation zur Verfügung stehen, die bessere Ergebnisse liefern und einen deutlich höheren Patientenkomfort bieten. Und die dank der spitalinternen Standortverschiebung gewonnenen Synergien ermögliche eine noch bessere Patienten-Betreuung.