Experten tauschen sich zur Blutgerinnung aus

Rund 110 Fachpersonen verfolgen aufmerksam die Vorträge am 7. Gerinnungskolloquium im fmi-Spital Interlaken.

Das 7. Gerinnungs-Kolloquium am fmi-Spital Interlaken befasste sich dieses Jahr mit neuen Erkenntnissen rund um die Blutgerinnung vor, während und nach einer Operation.

Im medizinischen Alltag sind Operateure, Anästhesisten, Internisten und Hausärzte immer wieder mit verschiedensten Störungen der Blutgerinnung konfrontiert. Das zum siebten Mal im fmi-Spital Interlaken durchgeführte Gerinnungs-Kolloquium widmete sich am 23. Januar 2019 insbesondere dem Umgang mit den neuen und sehr potenten gerinnungshemmenden Medikamenten, die rund um eine Operation zum Einsatz kommen. Die Anzahl der Patienten, die diese Medikation benötigt, nahm in den letzten Jahren konstant zu. Was für den Patienten im Alltag ein grosser Fortschritt ist, bleibt für Fachpersonen bei einer nötigen Operation eine wiederkehrende Herausforderung.

Des Weiteren wurde ein neuer Ansatz aus den USA zur postoperativen Thromboseprophylaxe bei Hüft- und Knieeingriffen vorgestellt, der in Europa bisher wenig bekannt ist. Zudem wurden die vielfältigen Massnahmen und Empfehlungen zum «Patient Blood Management» besprochen, um eine Fremdblutgabe wenn immer möglich bei Operationen zu vermeiden und dadurch das Ergebnis für den Patienten zu verbessern. Deutlich wurde in den Diskussionen, dass die Teamarbeit zwischen Kardiologe, Hausarzt und operativem Team unabdingbar ist.

Die von über 110 Fachleuten besuchte Tagung mit namhaften Referenten aus dem In- und Ausland wurde von Dr. med. Patricia Manndorff, Chefärztin des Instituts für Anästhesie und Intensivmedizin am fmi-Spital Interlaken, in Kooperation mit dem Ärztlichen Bezirksverein (ABV) und Beodocs organisiert.