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Magnetresonanztomopgraphie (MRT/MRI)

Im Institut für diagnostische Radiologie des fmi-Spitals Interlaken steht seit 2011 einer der modernsten Kernspintomographen der Schweiz. Das ultramoderne Gerät bietet noch mehr Untersuchungsmöglichkeiten und Komfort.

Die Magnetresonanztomographie (MRT oder MRI), auch Kernspintomographie genannt, ist eine hochmoderne Entwicklung. Sie arbeitet ohne klassische Röntgenstrahlung und setzt den Menschen daher keiner Strahlenbelastung aus. Mit Hilfe eines starken Magnetfeldes und zusätzlichen Hochfrequenzschaltungen können auf komplexem Weg Bilder von extrem hoher Qualität errechnet werden. Die Patientin oder der Patient wird für die Untersuchung in einen kurzen Tunnel geschoben und "gescannt".

Der enorme Vorteil der Kernspintomographie besteht darin, dass sie gänzlich ohne Röntgenstrahlen arbeitet und der menschliche Körper in jeder nur denkbaren Ebene „eingelesen“ werden kann. Während bei der Computertomographie Querschnitte des Körpers als Bild sichtbar gemacht werden können, ist bei der Magnetresonanztomographie auch die Darstellung von Schräg- oder Längsschnitten möglich. Die Abbildung der Gefässe aller Körperregionen ist ebenfalls möglich. Selbst das schlagende Herz kann gut dargestellt werden. Durch die hohe Empfindlichkeit der Magnetresonanztomographie sind Veränderungen im Gehirn wesentlich früher und genauer sichtbar. Kleinste Entzündungsherde oder Schlaganfälle können bereits im allerfrühesten Stadium diagnostiziert werden.

Voraussetzung für eine einwandfreie Diagnostik ist, dass sich die Patienten während der Untersuchung vollkommen ruhig verhalten, da die hochtechnologische Methode empfindlich auf Bewegungen reagiert. Unruhige Patienten können nur eingeschränkt untersucht werden, da die Gefahr besteht, dass die Aufnahmen wie beim Fotografieren verwackeln.

Modernste MRI-Technologie

Im Institut für diagnostische Radiologie des fmi-Spitals Interlaken steht seit 2011 einer der modernsten Kernspintomographen der Schweiz. Das Gerät der neusten 3-Tesla-Generation feierte seine Weltpremiere im November 2010 in Chicago (USA). Damit erreicht die bildgebende Diagnostik erreicht eine neue Dimension.

Das neue Gerät weist nebst den bisherigen bekannten Vorzügen der Magnetresonanztomographie als eine von vielen Besonderheiten einen grösseren Tunneldurchmesser von 70 Zentimeter und eine höhere Feldstärke auf. Bedeutete früher ein grösserer Tunneldurchmesser auch eine eingeschränkte Einsetzbarkeit, so konnte beim neusten Gerät die Grösse des Untersuchungsfeldes mit Hilfe der digitalen Signalverarbeitung beibehalten werden. Die doppelt so hohe Feldstärke von 3T ermöglicht nun eine noch grössere Detailerkennbarkeit, was im muskuloskelettalen Bereich aber auch im Zentralnervensystem von erheblichen Vorteilen ist. Das Untersuchungsspektrum kann ausgeweitet werden und die MRT-Mammographie als ergänzende Untersuchung zur konventionellen Mammographie angeboten werden.

 

Mit dem neuen Hochfeld-MRT wird aber auch der Komfort bei der Untersuchung verbessert. Es ist nun möglich, alle klinischen Anwendungen, wie abdominale, orthopädische, kardiologische und Ganzkörperuntersuchungen ohne Umlagerung des Patienten durchzuführen. Die grosszügigeren Abmessungen dürften auch weniger Platzangst verursachen. Weiter profitiert der Patient von den wesentlich verkürzten Untersuchungszeiten und sichereren Diagnosen.

 

Das Gerät - es ist in einem eigens erstellten Anbau auf der Westseite des Spitals untergebracht - steht der ganzen Bevölkerung im Berner Oberland sowie den Tages- und Urlaubsgästen zur Verfügung. Der bisher im Einsatz sthende 1.5T MRT bleibt in Betrieb. Mit den beiden Geräten kann der Bedarf an MR-Diagnostik ideal abgedeckt werden.

 

 
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