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Geburtshilfe, Spital Frutigen
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Anlässe
Mittwoch, 28. Juni 2017

Behandlung bei Kinderlosigkeit

Bei der Abklärung der ungewollten Kinderlosigkeit müssen meistens beide, Mann und Frau untersucht werden. In ca. 30% der Fälle liegt die Ursache bei der Frau, in 30% beim Mann, in weiteren 30% bei beiden und in ca. 10% der Fälle bleibt es auch nach der Abklärung unklar, warum eine Kinderlosigkeit vorliegt. Ein Teil der Abklärungen wird in der gynäkologischen Praxis durchgeführt, sei es Hormonbestimmungen im Blut, nebst Ultraschalluntersuchungen zum Ausschluss von Veränderungen der Gebärmutter und zum Nachweis einer Eizellreifung in den Eierstöcken.

Die Untersuchung des Mannes wird in Form eines sog. Spermiogramms, einer Samenanalyse, durchgeführt, kombiniert mit einer Blutentnahme zur Hormonbestimmung. Diese Untersuchungen werden beim Urologen oder in spezialisierten Laboratorien durchgeführt.

Zur Vervollständigung der Abklärungen bei der Frau müssen in manchen Fällen auch kleinere Eingriffe im Spital durchgeführt werden. Dazu gehören z.B. die Durchgängigkeits-Überprüfung der Eileiter, sei es durch eine Röntgen- oder Ultraschall-Untersuchung (jeweils mit Kontrastmittel) oder einer Bauchspiegelung mit Spülung der Eileiter und auch zum Ausschluss anderer Erkrankungen der inneren weiblichen Geschlechtsorgane, die eine Schwangerschaft verhindern können. Die Behandlung wird dann wieder in der gynäkologischen Praxis sein. Manchmal braucht es nur eine leichte Unterstützung mit weiblichen Hormonen mit Tabletten oder Spritzen zur Förderung der Eizellreifung im Eierstock, eventuell kombiniert mit der medikamentösen Auslösung des Eisprungs. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit gibt es mit der sog. Insemination, dem Einbringen von im Labor aufbereitetem Sperma des Mannes in die Gebärmutterhöhle.

Alle diese Abklärungen und Behandlungen werden normalerweise  von der Krankenversicherung übernommen; bei mindestens einjährig bestehender Kinderlosigkeit und bei Frauen, die jünger als 40 Jahre alt sind. Die Anzahl der Inseminationen ist dabei jedoch limitiert. Bei unklaren Fällen ist es sinnvoll, bei der Versicherung nachzufragen bzw. eine Kostengutsprache über Ihren Gynäkologen einzuholen.

Sollten all diese Massnahmen nicht zum gewünschten Eintritt einer Schwangerschaft führen, ist der nächste Behandlungsschritt die sogenannte künstliche Befruchtung: Eizellentnahme bei der Frau, Befruchtung im Reagenzglas, Wiedereinsetzung der Embryonen. Für die letztgenannte Methode sind allerdings spezialisierte Kinderwunsch-Zentren notwendig. Diese Behandlungskosten werden von der Versicherung nicht übernommen, müssen also selbst getragen werden.

 
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