Im Notfall: Telefon 144
spital frutigen: 033 672 26 26
spital interlaken: 033 826 25 00
radiologie gesundheitszentrum
meiringen: 033 972 32 14
Tipps für den Notfall
Historisches
Das Spital Frutigen
Nach einem Gesetz aus dem Jahr 1848 mussten in allen Amtsbezirken des Kantons Notfallstuben eingerichtet werden. Die in unserer Gegend vorkommende Bezeichnung „Spitel“ deutete darauf hin, dass es schon früher neben der Armenanstalt auf der Tellenburg krankenstubenähnliche Einrichtungen gab.
Ende der 40er- Jahre ist an der Bahnhofstrasse eine Notfallstube mit 4 Betten errichtet worden. Im Jahre 1885 wurde die alte Farb gekauft und mit 14 Betten ausgerüstet.
Der Bau der Lötschbergbahn im Jahr 1906 setzte in unserer Region viel in Bewegung. Das Spital musste für alle Eventualitäten gerüstet sein. 1906 wurde ein neues Spital mit 40 Zimmern und, wie es heisst, auch mit einem „Irrenzimmer“ gebaut. Zur Vorsorge von Epidemien wurde ein Absonderungshaus mit weiteren 20 Betten erstellt.
Platzmangel für Kranke und Personal erforderte in den Jahren 1922/23 eine Erweiterung. Mitte der 50er-Jahre war es wieder soweit.
Damals musste das alte Spital dem Umbau weichen. Mit diesem Bau erhielt Frutigen eines der modernsten Spitäler im Kanton.
Die starke Zunahme der Patientenzahl verlangte umfangreiche bauliche Veränderungen. Im Herbst 1988 konnte der Neubau bezogen werden und im Frühjahr 1991 der Umbau des heutigen Spitals.
Am 2. März 1999 wurde eine einfache Gesellschaft mit dem Namen Spitäler FMI mit Sitz in Unterseen gegründet. Im Gesellschaftsvertrag verpflichteten sich die Spitäler Frutigen, Meiringen und Interlaken zur Zusammenarbeit im Akutbereich
Am 1. Januar 2003 nahm die Betriebsgesellschaft spitäler fmi ag mit Sitz in Unterseen ihre Arbeit auf. Gleichzeitig wurde aus der Pflegeabteilung das Pflegeheim Frutigland gegründet.
Im Herbst 2002 wurde ein Erweiterungsbau fertig.
Dieser bietet Platz für Behandlungsräume und Praxen. Das Dach wird als Terrasse für das Pflegeheim genutzt.
Das Gesundheitszentrum Meiringen
Die Vorgeschichte des ehemaligen Bezirksspitals Oberhasli nimmt bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert ihren Anfang. Vom „Siechenhaus“ zur „Krankenstube“ dauerte es aber bis 1891, bis das erste „Krankenhaus des Amts Oberhasle“ in der Gärmatte in Betrieb genommen wurde. Der Siegeszug der Röntgen-Diagnostik, die Behandlung chirurgischer Krankheiten, die Möglichkeiten einer zweckmässigen Behandlung der Knochenbrüche und einer verbesserten Geburtshilfe liess die Zahl der Patienten rasch ansteigen, sodass schon in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts öfters Platzmangel herrschte.
Die Spitalbehörden dachten zunächst an den Ankauf und Umbau eines bestehenden Hotels; Verhandlungen und Berechnungen liessen aber die Unzweckmässigkeit eines solchen Projekts erkennen. Namentlich musste die allzugrosse Entfernung vom bestehenden Absonderungshaus in Betracht gezogen werden. Die Abgeordnetenversammlung genehmigte schliesslich 1914 den Plan eines Ausbaus an der Westseite des bisherigen Krankenhauses. Dazu kam es aber nicht, denn nur zwei Wochen später brach der Erste Weltkrieg aus. Erst 1918 wurde die Baufrage wieder akut, namentlich deshalb, weil der Bau der Kraftwerke Oberhasli bevorstand und das Krankenhaus Oberhasli 15 bis 30 Betten für die verunfallten und erkrankten Bauarbeiter zur Verfügung halten sollte. 1921 wurde das neue Spital eingeweiht und bezogen.
Die Kriegs- und Nachkriegsjahre brachten dem Spital eine kontinuierliche Entwicklung. Alleridngs wurde die Raumnot aufgrund steigender Patientenzahlen immer grösser, was 1971 schliesslich zum Bau des dritten Spitals führte.
1999 folgte aufgrund der sich verändernden politischen Rahmenbedingungen der Zusammenschluss mit den Spitälern Interlaken und Frutigen zur einfachen Gesellschaft Spitäler FMI. Am 1. Januar 2003 nahm die Betriebsgesellschaft spitäler fmi ag mit Sitz in Unterseen ihre Arbeit auf. Der Betrieb des Akutspitals Meiringen wurde Ende Juni 2007 eingestellt, seit dem 1. Juli 2007 wird ein Gesundheitszentrum aufgebaut.
Das Spital Interlaken
Als nach der Aufhebung des Augustinerklosters, dem heutigen Schloss Interlaken, im Jahr 1532 in freigewordenen Räumen eine Art "Spittel" zur Aufnahme von Armen und Landstreichern eingerichtet wurde, folgte im Jahr 1823 ein Kran-kenzimmer mit drei Betten und später eine Er-weiterung auf zehn Betten. Aus "Spittel" und "Unfallstube" war eine Krankenanstalt geworden. Sie befand sich im Ostflügel des Schlosses und in angrenzenden Gebäudeteilen. Als einzige im Kanton Bern wurde die Krankenanstalt Interlaken bis Ende 1881 ganz auf Rechnung des bernischen Staates betrieben. Dann trat sie der Kanton an die Gemeinden des Amtsbezirks ab, womit sie zur "Bezirkskrankenanstalt" wurde. Damit war der Grundstein für die Gründung des Spitalverbandes gelegt, dem alle Gemeinden des Amtsbezirks beitraten. Für die nächsten 122 Jahre behielt diese Regelung im Grundsatz ihre Gültigkeit.
Der Seuchenzug der Pest von 1669, Typhus, Blatern und Cholera im Jahr 1855, erneute Bla-ternepidemien in den 1870er- und 1890er-Jahren sowie der wirtschaftliche Aufschwung, der dem engeren Berner Oberland gegen Ende des vor-letzten Jahrhunderts die rasche Entwicklung des Fremdenverkehrs brachte, führten dazu, dass im Jahr 1900 die konkrete Planung für ein neues Bezirksspital an die Hand genommen wurde.
Am 2. April 1905 wurde das Bezirksspital Interla-ken auf dem Mattacker in Unterseen mit total 90 Betten eingeweiht. Aufgrund des medizinischen Fortschritts und der sozialmedizinischen Entwick-lung wurde 20 Jahre später die Anzahl der Betten auf 150 erhöht und im Jahr 1955/56 um weitere 75 auf 225 erweitert. Die weitere Entwicklung im Spitalwesen veran-lasste die Spitalbehörden anfangs der 1960er- Jahre zur Planung eines zusätzlichen Gebäude-trakts, der 1975 feierlich eingeweiht wurde.
In den 1980er-Jahren wurde dem Spital im Auftrag des Kantons Bern ein Psychiatriestütz-punkt angegliedert, die Langzeitpflege erhielt 1999 einen eigenen Status und wird seither als Pflegeheim Weissenau geführt.
Angesichts der gesundheitspolitischen Entwicklung im Kanton Bern verstärkte sich der Druck für die kleineren Spitäler zusehends. Die Spitäler Frutigen Interlaken und Meiringen vereinbarten daher im Jahr 1999 eine künftige Zusammenarbeit im Akutbereich ohne die jeweiligen Pflegeheime und gründeten die Einfache Gesellschaft Spitäler FMI mit Sitz in Unterseen. Am 1. Januar 2003 nahm die Betriebsgesellschaft spitäler fmi ag mit Sitz in Unterseen die operative Tätigkeit auf.
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Rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Mit rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (rund 640 Vollzeitstellen) und mehr als 70 Ausbildungsplätzen unterschiedlicher Berufssparten zählt die spitäler fmi ag mit seinen angegliederten Betrieben heute zu den grössten Arbeitgebern im Berner Oberland; die jedes Jahr in die Region fliessenden Finanzströme (Lohnzahlungen nicht eingerech-net) belaufen sich auf rund 25 Mio. Franken. Davon profitieren zum Beispiel nicht nur unzählige kleinere und grössere Zulieferer oder Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, sondern auch die Konsumgüterbranche, die Gemeinden und – wenn auch in indirekterer Form – der Tourismus. Denn für immer mehr Gäste ist heute eine gute Spitalinfrastruktur mit-entscheidend für die Wahl ihrer Ferienregion.
In medizinischer Hinsicht ist es der spitäler fmi ag dank dem Einsatz ihrer Führungsorgane sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelungen, in den vergangenen Jahren ein breites Spektrum von fachlich hoch qualifizierten Spezialistinnen und Spezialisten zu vereinen und dadurch der Bevölkerung vom Oberhasli bis Frutigen sowie den Feriengästen der Region ein breites, kostenbewusstes Angebot in der medizinischen Versorgung zur Verfügung zu stellen und mit der Entwicklung der Medizinal-technologie Schritt zu halten. Die Disziplinen wurden kontinuierlich ausgebaut und mit dem Aufbau zahlreicher paramedizinischer Dienste sinnvoll ergänzt.
