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Psychosen
Psychose ist ein unscharfer Begriff, übersetzt aus dem griechischen meint er nicht mehr als „seelische Erkrankung“. Unter diesen Überbegriff sortieren wir solche, bei welchen sich äussere Ursachen wie z. B. körperliche Erkrankungen oder Vergiftungen erkennen lassen und solche, bei denen dies nicht der Fall ist. Eine weitere Unterteilung kann in vorrangig das Gemüt betreffende und andere vorgenommen werden. Zu den ersten zählen z. B. Depressionen und Manien.
Im Umgangssprachgebrauch werden mit Psychose meistens schizophrene oder wahnhafte Erkrankungen gemeint. Hier gibt es wieder verschiedene Formen, die sich in auftretenden Phänomenen, Dauer und Verlauf unterscheiden.
Psychosen sind ernst zu nehmende Erkrankungen, die spezifischer fachlicher Behandlung bedürfen. Diese umfasst seelische, körperliche und soziale Ansätze. Ein weiteres wichtiges Element der Behandlung kann der Austausch mit Menschen sein, die mit der Erkrankung eigene Erfahrungen gemacht haben.
Psychosen sind weder exotische, noch seltene oder unheilbare Erkrankungen. Vielmehr gibt es verschiedenste Verläufe, wenn auch – wie bei vielen anderen Erkrankungen – nicht mehr immer eine vollständige Ausheilung eintritt. Die Behandlung kann je nach Schwere der Erkrankung im Ambulatorium, der Tagesklinik oder einem psychiatrischen Spital erfolgen.
Die Schizophrenie in all ihren Formen ist etwa gleich häufig wie eine Zuckerkrankheit (Diabetes). Über sie reden ist jedoch leider immer noch weit weniger verbreitet. Bei der Erkrankung können sich unter anderem Sinnestäuschungen, verändertes Erleben von Aussen- und Innenwelt, Störungen des Denkablaufs und der Konzentration sowie Änderung des Verhaltens und des Gemüts zeigen. Da diese Erscheinungen erstens auch bei anderen Erkrankungen auftreten können und zweitens nicht immer präsent oder erkennbar sind, bedarf es einer sorgfältigen Untersuchung. In der Behandlung der Schizophrenie haben Medikamente, Psycho- und Soziotherapie ihren Platz.
Zu weiteren zum Thema gehörigen Begriffen wie z. B. Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Dopaminhypothese, Antipsychotika, Recovery, Soteria, Peer Support finden Sie eine Vielzahl von Informationen. Ansprechpartner für Ihre Fragen finden Sie bei uns, aber auch bei anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Selbsthilfe, wie z. B. pro mente sana oder VASK.
