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 Tipps für den Notfall

Gutes Geschäftsjahr – Angebot und Qualität ausgebaut

Mittwoch, 23. Juni 2010

spitäler frutigen meiringen interlaken ag

Unterseen, 23.Juni 2010 – Die spitäler fmi ag erzielte 2009 einen Gewinn von 296‘000 Franken. Der Umsatz stieg um 4,5 Mio. auf 109 Mio. Franken. Es wurden deutlich mehr ambulante Patienten behandelt als im Vorjahr. Trotz anhaltendem Spardruck konnten das Angebot und die Qualität der Leistungen ausgebaut werden.

 

Im Jahr 2009 behandelte die spitäler fmi ag rund 8600 Patienten stationär (+100) und 30‘960 Patienten ambulant (+630). Jeden Tag wurden durchschnittlich sechs Feriengäste oder Tagestouristen ambulant versorgt.

 

Gewinn erzielt

Bei einem Aufwand von 108,389 Mio. Franken und einem Ertrag von 109,042 Mio Franken resultierte im Geschäftsjahr 2009 ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Zinsen von 653‘000 Franken. Der bereinigte Jahresgewinn beträgt 296‘000 Franken und liegt damit im Rahmen des Vorjahrs. Die Betriebsbeiträge durch den Kanton Bern stiegen gegenüber 2008 um rund 4 Mio. auf rund 37 Mio. Franken. Dank dem guten Geschäftsjahr konnte vor Abschluss der Erfolgsrechnung auch 2009 ein Teil des Erfolgs in Form von REKA-Checks an das Personal weitergegeben werden.

 

Abläufe optimiert

Als Folge der Revision des Krankenversicherungsgesetzes werden den Schweizer Spitälern ab 2012  nicht mehr einzelne Kosten vergütet, sondern leistungsbezogene Pauschalpreise bezahlt (Swiss-DRG). In diesen Fallpauschalen sind künftig auch die Investitionsbeiträge enthalten. Weil die neue Spitalfinanzierung mit einer Gleichstellung öffentlicher und privater Spitäler innerhalb und ausserhalb des Kantons Bern einher geht, ist es für die Regionalen Spitalzentren (RSZ) wichtig, ihren zum Teil grossen Investitionsbedarf zu decken, wollen sie nicht mit einem erheblichen Wettbewerbsnachteil in den freien Markt starten.

 

Die Führungsgremien der spitäler fmi ag haben sich 2009  intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Zum einen ist die spitäler fmi ag auf die Einführung von Swiss-DRG gut vorbereitet, weil bereits mit Fallpreisen gerechnet wird. Andererseits wurde in Bezug auf den bei der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF) eingegebenen Investitionsbedarf noch kein Ergebnis erzielt. Hier sind weiterhin konstruktive Anstrengungen nötig, zumal auch die gesetzlichen Auflagen, etwa in die Betriebssicherheit, stets verschärft werden. Die bereits 2008 in die Wege geleiteten Massnahmen zur Senkung der Betriebskosten wurden 2009 mit Anpassungen an Betriebsabläufen und -prozessen weiter optimiert und zeigen positive Resultate.

 

Angebot ausgebaut

Um das trotz teilweise schwierigen Rahmenbedingungen erbrachte breite medizinische Angebot für die Bevölkerung und die Feriengäste im fmi-Einzugsgebiet auf hohem Niveau zu halten, wurde auch 2009 bedarfsgerecht investiert; einerseits in medizin-technischer und qualitativer Hinsicht, andererseits in die Angebotsentwicklung und die Infrastruktur. Dies zeigen etwa der Umbau der Notfallabteilung in Frutigen und in Interlaken die vollständige Sanierung des Therapiebads oder das rundum erneuerte zweite Gebärzimmer.

 

Konzept Gesundheitszentrum kommt voran

Trotz der Schliessung der Station für Postakutpflege Ende Juni 2009 kommt das Konzept Gesundheitszentrum Meiringen voran. Im November 2009 konnte nach nur dreieinhalb Monaten Bauzeit auf Geschoss A die neue chirurgische Tagesklinik mit sieben Betten in Betrieb genommen werden. Die Arbeitsgruppe «Praxisgemeinschaft Hausärzte» legte ein umsetzbares und erfolgversprechendes Konzept für Geschoss B vor. Der Arbeitsgruppe gehören neben der spitäler fmi ag  Vertreter der regionalen Hausärzte, Behörden und Wirtschaft sowie die Ärztekasse Schweiz oder die Krankenversicherung VISANA an. Auch die Spitex Oberhasli AG und die regionale Elternberatung werden in das ehemalige Spitalgebäude einziehen. Das Geschoss D wurde in modernen Wohnraum umgebaut und der Stiftung Sunneschyn Meiringen zur Unterbringung von zwei Behinderten-Wohngruppen langfristig vermietet. Zurzeit sind die Bauarbeiten für die Vermietung von Geschoss C im Gang. Der Bezug weiterer zwei Wohngruppen des «Sunneschyn» kann demnächst erfolgen.

 

Urs Gehrig neuer GL-Vorsitzender

Auch im Jahr 2009 bewegten sich die Personalmutationen auf dem tiefen Niveau der Vorjahre. Dies darf wiederum als gutes Zeichen für die Betriebskultur und das Betriebsklima gewertet werden. Mitte 2009 gab Heinz Witschi, Vorsitzender der Geschäftsleitung sowie langjähriger Direktor des fmi-Spitals Interlaken und des ehemaligen Spitals Meiringen auf Ende August 2010 seinen Rücktritt bekannt. Heinz Witschi wird sich künftig verschiedenen Institutionen des Nicht-Spitalbereichs widmen. Als Nachfolger wurde aus rund 45 Bewerbern Urs Gehrig gewählt. Gehrig ist Direktor des fmi-Spitals Frutigen und stellvertretender Vorsitzender der fmi-Geschäftsleitung.

 

Die spitäler fmi ag

 

Die spitäler frutigen meiringen interlaken ag ist eines der sechs öffentlichen Regionalen Spitalzentren (RSZ) im Kanton Bern. Primärer Auftrag ist die erweiterte medizinische Grundversorgung für das Frutigland, die Jungfrauregion sowie die region Brienz-Haslital. Dazu gehören ein 24-Stunden-Notfalldienst an den beiden fmi-Akutspitälern Interlaken und Frutigen mit den medizinischen Schwerpunktgebieten Chirurgie, Orthopädie, Innere Medizin und Kardiologie sowie Gynäkologie und Geburtshilfe. Im Auftrag des bernischen Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) führt der fmi-Standort interlaken zudem einen Psychiatrischen Dienst mit Tagesklinik. In Meiringen betreibt die spitäler fmi ag ein auf die ambulante Chirurgie ausgerichtetes Gesundheits- und Versorgungszentrum als Anlaufstelle für die regionale Bevölkerung. Daneben hat sich die Berner Oberländer Spitalgruppe auch in zahlreichen Spezialgebieten zum Kompetenzzentrum entwickelt. An ihren drei Standorten beschäftigt die spitäler fmi ag knapp 900 Mitarbeitende. Der Umsatz der Spitalgesellschaft belief sich 2009 auf rund 109 Mio. Franken. Der Jahresgewinn betrug knapp 300‘000 Franken. Das Aktienkapital der spitäler fmi ag beträgt 6,25 Mio. Franken. Alleinaktionär ist der Kanton Bern, vertreten durch die GEF.

 
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